Flaschengrößen - Piccolo, Magnum und Co

Montag, 11. Februar 2019

Flaschengrößen - Piccolo, Magnum und Co

Welche Flaschengrößen gibt es?

Die klassischen Flaschengrößen, in denen Wein im Handel angeboten werden, liegen zwischen 0,25 und 1,5 Litern. Glasbehältnisse größeren Formats werden in Expertenkreisen nach bekannten Königen aus dem Alten Testament benannt. So ist es nicht unüblich, dass eine Flasche die Bezeichnung Methusalem oder Impériale, Nebukadnezar oder Jeroboam trägt. Letztere fasst zwischen 4,5 und 5 Liter, während die 0,75 Liter Flaschengröße als Bouteille bekannt ist. In die Magnum wiederum passen 1,5 Liter Wein. Die kleinste Flaschengröße mit einem Fassungsvermögen von 0,25 Litern hat sich unter dem Namen Piccolo etabliert.

Magnum oder Piccolo - Welche Flaschengröße ist ideal?

Als Faustregel gilt: Wenn Wein in kleinen Flaschen reifen kann, so kann der Vorgang des Reifens insgesamt beschleunigt werden. Außerdem sind Flaschen mit einem Fassungsvermögen von unter 0,75 Litern geradezu ideal, um einen neuen Wein erst einmal kennen zu lernen, ihn zu probieren. Darüber sind auch Verbraucher, die nur ab und an mal ein Gläschen Wein trinken, gut beraten, sich für eine eher kleinere Flaschengröße zu entscheiden. In Anbetracht der Tatsache, dass Wein aber in kleineren Flaschen rascher reift, sollte das edle Getränk möglichst zeitnah genossen und nicht über mehrere Tage hinweg stehen gelassen werden. In kleinen Flaschen reift Wein schneller, als in großen. Der Grund dafür ist, dass Wein mit Luft reagiert. Je stärker dabei die Verbindung zwischen Luft und Wein, desto eher findet eine Oxidation statt. Größere Weinflaschen, beispielsweise die Magnum, enthalten in Relation zur Weinmenge einen weitaus geringeren Luftanteil. Das heißt, dass die Verbindung zwischen der Oberfläche des Weines und dem in der Flasche vorhandenen Sauerstoff geringer ist. Aus diesem Grund reift der Wein in größeren Flaschen langsamer. Ein Aspekt, der hierbei ebenfalls von Relevanz ist: Größere Weinflaschen, wie beispielsweise die Magnum, zeichnen sich durch ihr dickeres Glasvolumen aus. Dies führt dazu, dass Licht- und Temperatureinflüsse einen geringeren Effekt auf die Flüssigkeit in der Flasche haben. Genießer, die über die entsprechenden räumlichen Kapazitäten verfügen und es lieben, zuhause Wein zu lagern und reifen zu lassen, greifen vorzugsweise zur Magnum oder zu einer größeren Flasche. Das ideale Fassungsvermögen der Flaschen sollte mindestens 1,5 Liter betragen. Tipp: Je länger die Weinflaschen im Keller eingelagert werden sollen, desto größer sollten die Flaschen sein.

Wie heißen die verschiedenen Flaschengröße?

  • Die Piccolo fasst 0,25 Liter
  • Die Bouteille fasst 0,75 Liter
  • Die Magnum fasst 1,5 Liter
  • Die Jeroboam fasst 4,5 bis 5 Liter
  • Der Methusalem bzw. die Impériale fasst 6 Liter
  • Die Salmanazar fasst 9 Liter
  • Die Balthazar fasst 12 Liter
  • Die Nebukdadnezar fasst 15 Liter
  • Die Goliath fasst 18 Liter
  • Die Salomon fasst 20 Liter

Fazit:

Größere Weinmengen lassen sich optimal in größeren Flaschen lagern. Auch höherwertige Weine werden sinnvollerweise in Flaschen mit höherem Fassungsvermögen gefüllt. Dies ist nicht nur mit Blick auf das geringere Oxidationsrisiko von Vorteil. Ebenso ist entscheidend, dass angesichts der dickeren Glashülle Temperaturen und Lichteinfall die qualitative Wertigkeit nicht so schnell beeinträchtigen können, wie es beispielsweise bei der Piccolo der Fall sein könnte. Über die gängigen Formate hinaus, gibt es auch noch Riesenflaschen, die meist nicht regulär in den Handel gelangen. So füllt ein Winzer aus dem Burgenland beispielsweise seinen Zweigelt in eine 1590 Liter Flasche. Sie finden auch bei 9Weine regelmässig größere Flaschenformate wie zum Beispiel Magnumflaschen von Claus Preisinger und seinem Heideboden. Großflaschen lassen sich im Übrigen genauso öffnen wie herkömmliche Weinflaschen - auch wenn die Korken mitunter sehr fest stecken, erfordet es einfach etwas mehr Geduld. Fotocredit zum Beitragsbild: Moët & Chandon

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