Weine Thom Wachter

Eisenberg / Deutsch Schützen

Über das Weingut

So wird ein Schuh daraus

Man kann nicht behaupten, dass Thom Wachter ins Weinmachen hineingestolpert wäre, aber im Moment geht es bei dem Winzer aus Deutsch-Schützen trotzdem ein bisschen drunter und drüber. Wachter erlebt gerade so was wie sein ganz persönliches Eisenberg-Rodeo. Fahrtrichtung: ziemlich steil bergauf. Dazu muss man wissen, dass Wachter tief im Eisenberger Weinbau verwurzelt ist, familiär verbandelt mit dem örtlichen Leitbetrieb Wachter-Wiesler sowie zwei, drei weiteren, weniger bekannten Weingütern, und obwohl klar war, dass der ältere Bruder einmal den elterlichen Betrieb übernehmen würde, hat Wachter beharrlich sowohl Weinbauschule als auch Weinakademie absolviert, dann sieben Jahre lang in der Wiener Vinothek St. Stephan gearbeitet, dann weitere sieben Jahre das Haubenrestaurant Wachter-Wieslers Ratschen in Deutsch-Schützen geführt, um sich vor zwei Jahren endlich doch noch als Weinbauer am Eisenberg selbständig zu machen. Es kam, wie es nicht hätte kommen müssen: Gleich der erste Jahrgang des Neo-Vollerwerbswinzers war katastrophal verhagelt, aber: „Ich bin ein positiv denkender Mensch. Die Existenzängste hatte eh schon meine Frau.“ Thom Wachter lacht, auch weil er weiß, dass es sich ausgegangen ist mit der Existenz und weil er gerade dabei ist, wirklich anzukommen: „Meine Nomadenjahre sind langsam vorbei. Seit ein paar Wochen habe ich endlich ein eigenes Kellerstöckl zur Verfügung. Schön langsam sieht es einem eigenen Weingut immer ähnlicher.“ Davor war Wachter zum Weinmachen noch zwischen den Anlagen des Bruders und jenen des Schwagers gependelt, hatte jeden Bottich, jeden Tank, jede Presse erst einmal vorsichtig für sich reklamieren müssen. Das ist, bei aller Liebe, natürlich nicht wahnsinnig praktisch. Den anhaltenden Boom des längst auch international gefeierten Blaufränkisch vom Eisenberg nimmt Wachter als gute Gelegenheit zur Kenntnis, nun endgültig durchzustarten – und nach Möglichkeit trotzdem am Boden zu bleiben. „Auf unseren Etiketten ist ja ein alter Arbeitsschuh abgebildet, wie ihn mein Großvater immer getragen hat. Das sind meine Wurzeln, das ist mein Kontakt mit dem Weingarten. Ich will Spuren hinterlassen.“ Dass er dabei ins Stolpern kommt, darf man in Kenntnis der handelnden Weine ruhig ausschließen.

Das Weinbaugebiet:

Nomen ist hier auch ein bisschen Omen: Die für das östliche Südburgenland typischen Weine zeichnen sich durch eine markante mineralische Würze aus. Vor allem die Weine der Leitsorte Blaufränkisch kommen hier besonders zur Geltung, was seit dem Jahrgang 2008/2009 mit der Herkunftsbezeichnung Eisenberg DAC auch entsprechend vermarktet wird. Das weinbauliche Zentrum des rebflächenmäßig mit knapp 500 Hektar recht überschaubaren Gebiets liegt um die Orte Eisenberg und Deutsch-Schützen.

Folgende Weine könnten Sie interessieren: