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Château Haut-Brion

Bordeaux, Frankreich

Über das Weingut

Haut-Brion ist eine der Ikonen der Weinwelt, die seit Jahrhunderten schillern und von Weinliebhabern regelrecht verehrt werden. Eine Flasche Haut-Brion in Händen zu halten, ist für echte Weinkenner immer noch ein Erlebnis, erst recht wenn der Inhalt danach im Glas landet. Was also macht Haut-Brion so besonders? Die Geschichte geht bis ins Jahr 1553 zurück als Jean de Pontac das Adelshaus Haut-Brion kaufe und somit die Geburtsstunde eines der bedeutendsten Weingüter der Welt einläutete. Die Familie Pontac und deren Nachkommen leiteten die Geschicke des Weingutes über mehrere Generationen, es wechselte aber in Folge mehrmals durch Heirat und Erbschaft die Besitzer. Anfang des 19. Jahrhunderts wechselte es in den Besitz eines Bankiers und späteren Weinhändler, 1836 erwarb Joseph-Eugène Larrieu Haut-Brion und fügte auch das fehlende Drittel des Guts wieder in den Besitz ein.

Dank einer fähigen Mannschaft konnte das Weingut seine herausragende Stellung unterstreichen und wurde bei der Klassifikation 1855 in den Status des Premier-Cru erhoben. Daneben wurden nur die Güter »Château Lafite-Rothschild« und »Château Latour« in Pauillac und das »Château Margaux« als Premier-Cru-Weingüter eingestuft. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte das Weingut mit den Rebkrankheiten Reblaus und Mehltau zu kämpfen, was im Endeffekt den finanziellen Absturz zur Folge hatte. Letztendlich landete das Weingut 1935 beim Amerikanischen Bankier C. Douglas Dillon dessen Familie auch das benachbarte La Mission Haut-Brion besitzt. Die Rebfläche von Haut-Brion beträgt 42,5 Hektar und ist zu 45 % mit Merlot, zu 40 % mit Cabernet Sauvignon und zu 15 % mit Cabernet Franc bestockt.

Das Gut erzeugt von seinem Erst- und Zweitwein („Bahans Haut-Brion“, seit 2007 »Le Clarence de Haut-Brion«) zusammen ca. 200.000 Flaschen im Jahr. Es wird auch Weißwein produziert, Haut-Brion Blanc, der mit ca. 8000 Flaschen im Jahr als Rarität vermarktet wird.