Entdecke die besten Rotweine der Welt - Italien ist für Weinkenner ein Muss!

Dienstag, 10. September 2019

Entdecke die besten Rotweine der Welt - Italien ist für Weinkenner ein Muss!

Amarone, Barolo, Chianti und Co.

Grandiosen Rotwein findet man in vielen Ländern, Italien ist jedoch ganz vorne mit dabei. Denn einige der berühmtesten und beliebtesten (Rot-)Weine (wie Barolo, Brunello, Barbaresco, Chianti Classico, Amarone) weltweit stammen aus der MIttelmeerregion, die auf eine lange Weinbau-Tradition zurückblicken kann. Rotweinsorten wie Barolo, Brunello, Barbaresco, Chianti Classico und Amarone zählen zu den ganz Großen Weinen weltweit.

Was Italien als Weinbaugebiet ausmacht

Italien ist eines der größten Weinbauländer überhaupt. 2018 hatte das Land eine Gesamtrebfläche von ca. 702.000 Hektar (zahlen variiert), davon machen ein Drittel den Rotweinanbau aus. In wirklich jeder Region wird Wein angebaut, das ist bei solch großen Ländern einzigartig! Die größte italienische Weinregion ist die Toskana. Von hier stammt auch der weltberühmte Chianti Classico.

Italienische Weine

Wer heute an italienische Weine denkt, denkt schon längst nicht mehr nur an Chianti. Im Gegenteil - verschiedenste Weine aus Italien haben sich in den letzten Jahrzehnten qualitativ enorm gesteigert und stehen heute in erster Reihe auf dem internationalen Weinparkett. Spätestens seit der italienischen Weinrevolution der 60er Jahre ist die Qualität auf Spitzenniveau herangewachsen. Es gilt mehr denn je, auf höchste Qualität hinzuarbeiten. Vom Norden bis in den Süden arbeiten Winzer mit Liebe und Leidenschaft an herausragenden Weinen. Im Ergebnis: Intensive und vielseitige Aromen exzellenter, italienischer Weine in unterschiedlichen Qualitätsstufen.

Rebsorten, aus denen italienische Weine produziert werden

Italienische Weine sind sehr bekömmlich, und das liegt nicht zuletzt daran, dass das Anreichern mit Zucker hier verboten ist. Du bekommst hier also den natürlichen Geschmack der Trauben oft als sortenreinen Wein wie beispielsweise Gewürztraminer aus Südtirol oder Syrah aus Sizilien. Weitere, bekannte Rebsorten sind Primitivo, Merlot, Pinot Grigio und Trebbiano. Im nördlich gelegenen Venetien sind es darüber hinaus auch Amarone, Rondinella und Corvina.

Amarone della Valpolicella - Kräftiger Rotwein mit Alleinstellungsmerkmal

Der Amarone della Valpolicella ist ein sehr besonderer, kräftiger Rotwein aus Italien, der aufgrund seines speziellen Herstellungs- und Gärverfahren eine Art Alleinstellungsmerkmal besitzt. Mit den traditionellen leichten Valpolicella-Sorten, die längst nicht nur in Italien zum Essen getrunken werden, hat der Amarone nichts zu tun. Er hat einen deutlich höheren Alkoholgehalt und zeigt eine große Fülle an Aromen. Die Beliebtheit dieses kräftigen italienischen Weins steigt stetig und inzwischen gehört der Amarone mitunter zu den "großen" Rotweinen dieses Landes. Seit 2010 trägt er den Status DOCG, die höchste Qualitätsstufe für italienische Weine.

Charakterstarke Rotweine

Die Sangiovese Traube ist wohl eine der wichtigsten Rebsorten für italienische Weine. Aus ihr werden toskanische Weine wie Chianti Classico, Morellino di Scansano oder Vino Nobile di Montepulciano hergestellt. Auch dem tiefgründigen Brunello mit körperreicher Struktur liegt die Sangiovese Traube zugrunde. Ebenso bekannt ist die Malvasia-Rebe, die einer ganzen Rebenfamilie zugehörig ist. Hierbei handelt es sich in Italien häufig auch um eine Rotweintraube, die in vielen Regionen verarbeitet wird. Grundsätzlich findet sie Anwendung in Cuvées, die aus verschiedenen Rebsorten hergestellt werden. Eine Besonderheit ist der Likörwein Malvasia delle Lipari, eine sizilianische Spezialität, die zum Dessert gereicht wird. Doch aus der Malvasia Traube wird nicht nur Wein, sondern auch Sekt hergestellt. Typisch für die italienische Lebensweise ist auch der Lambrusco. Dieser Schaumwein wird aus der gleichnamigen Traube hergestellt und kommt meist aus der Region Emilia-Romagna und teilweise auch aus der Lombardei.

Grandiose italienische Rotweine

  • Barolo

Der piemontesische Barolo ist zweifellos der König der italienischen Rotweine. Aus Nebbiolo hergestellt, gehören die Weine dieser kleinen Rebsorte im Nordwesten Italiens zu den ältesten der Welt. Unabhängig davon, ob es für das nächste Jahr, fünf Jahre, zehn oder zwanzig Jahre aufbewahrt wird, ist dies ein italienischer Rotwein, der die Vorteile des Alterungsprozesses des Weins zur Schau stellt.

  • Barbaresco

Auch ein piemontesischer Wein, der mit Nebbiolo hergestellt wird, ist Barbaresco die Königin des Barolo-Königs. Die Weine von Barbaresco, die für ihre Finesse und ihr Aroma bekannt sind, gehören zu den besten Italiens.

  • Brunello

Brunello di Montalcino ist der König der Weine, die mit Sangiovese hergestellt werden. Dieser toskanische Rotwein verdankt seinen Namen dem Ortsnamen Sangiovese (Brunello) und Montalcino, einem kleinen mittelalterlichen Hügelstädtchen mit Blick auf die toskanische Landschaft. Es handelt sich um komplexe Weine mit einem unglaublichen Alterungspotential.

  • Amarone

Amarone ist ein kräftiger und konzentrierter trockener Rotwein, der aus getrockneten Trauben in Italiens Venetien hergestellt wird. Hergestellt aus einheimischen italienischen Trauben, ist Amarone ein Wein, der begeistert und beeindruckt.

  • Chianti Classico

Der Chianti Classico ist wohl der bekannteste toskanische Wein, der aus mindestens 70% Sangiovese besteht und zu einem Synonym für italienische Genusskultur geworden ist.

Facettenreicher Rebsortenspiegel

An diesen Beispielen wird bereits deutlich, wie facettenreich der Rebsortenspiegel Italiens ist. Im östlichen Norden, in Südtirol, werden viele Weißweine wie zum Beispiel Müller-Thurgau, Frühroter Veltliner oder Riesling angebaut. Im nahegelegenen Venetien sind es autochthone Rebsorten wie Friulano, während das Piemont, der östliche Teil aufgrund seiner speziellen Bodenverhältnisse für eine ganz bestimmte Rebsorte geeignet ist: Die Nebbiolo Traube.

Eine Sorte wie Pinot Bianco (Weißburgunder) hingegen ist weniger anspruchsvoll hinsichtlich der Boden- und Klimaverhältnisse. Sie wird in vielen Teilen Italiens angebaut und stellt für viele italienische Weine einen guten Verschnittpartner dar. Aus diesen Kombinationen entstehen elegante Cuvées mit den jeweils gewünschten Aromen der Trauben, die sich wunderbar ergänzen.

Fotocredit: Kym Ellis (via Unsplash)