Weingut Robert Direder

Österreich

Wagram / Kirchberg am Wagram

Über das Weingut

Schrumpfen steht generell nicht auf dem Plan der meisten Winzer, am Weingut von Robert Direders dagegen wurde man über die letzten Jahrzehnte kleiner. Und zwar mit voller Absicht. Peu à peu minimierte man die Rebfläche auf 20 Hektar, was noch immer nicht wenig ist, womit sich allerdings wesentlich qualitativer wirtschaften lässt. Sieben Hektar umfassen dabei alleine die Weingärten am Kirchberger Schlossberg, an dessen Fuß sich das Weingut befindet. Die unmittelbare Nähe zu den Rebstöcken birgt naturgemäß eminente Vorteile und die nutzt Robert, um seinen Weinen eine persönliche Handschrift mit auf den Weg zu geben.

Oberste Priorität haben dabei die Grünen Veltliner, von denen Robert gleich vier verschiedene Variationen ausbaut – zumindest dann, wenn alles glatt läuft. Die Schlossberg Reserve Alte Reben gibt es nur in Top-Jahren und was dann in die Flasche kommt, hat Gewicht, Substanz und Potenzial für Jahre und Jahrzehnte. Aber auch die Kategorie darunter ist ähnlich konzipiert. Die Schlossberg Reserve basiert auf physiologisch absolut reifem Traubenmaterial. Das wird 3 - 4 Mal durchgelesen– die Nähe zu den Weingärten macht es möglich – und lässt sowohl die Sonne wie auch die stets vorhandene Thermik im Wein zu Wort kommen. Die lauteste Stimme darin hat allerdings der Löss, der sämtlichen Veltlinern den Stempel aufdrückt.

Bis zu 20 Meter dicke Schichten lassen die Reben am Schlossberg tief wurzeln und sorgen für eigenständige und authentische Weine. Damit die Charakteristika noch deutlicher zum Vorschein kommen und die Reben optimale Voraussetzungen haben, bewirtschaftet Robert seine Weingärten nachhaltig und entlehnt dabei immer wieder für ihn sinnvolle Aspekte aus der Welt des Bioweinbaus. Das kommt auch dem Weißburgunder (extrovertiert, barock, wuchtig), dem Sauvignon Blanc (aromatisch, dicht) und dem Riesling (fruchtpräzis, glasklar) zu Gute, weiteren Steckenpferden, die ebenso von Löss wie auch von Roberts akribischer Herangehensweise profitieren.

Die verfolgt er auch im Keller. Dort liegen die Weine, je nach Jahrgang, monatelang auf der Hefe, um ihnen zusätzlich Struktur mit auf den Weg zu geben. Der Ausbau findet je nach Rebsorte und Stil in Edelstahltanks oder Holzfässern statt, manchmal auch in beidem. Insgesamt hat man es bei Roberts Weinserie mit komplexen aber bekömmlichen Weinen, voller Spannung und Lebendigkeit zu tun, denen – gerade in den Reservekategorien – ein paar Jahre Flaschenreife zusätzliche Tiefe und Substanz verleihen.

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