Weingut Thomas Lehner

Österreich

Neusiedlersee / Gols

Über das Weingut

Thomas Lehner tauchte mit 19 Jahren mit einem Paukenschlag erstmals in der Weinszene auf und nach ein paar Jahren mit einem Paukenschlag wieder ab. Die dramatischen ersten Jahre sind zwar nicht ad acta gelegt, doch liegt der Fokus seit einigen Jahren auf seiner zweiten Chance – seinen Weinen.

Wein ist sprichwörtlich sein Leben seit die Familie vor 15 Jahren 2500m² Weingärten erbte. Ahnung hatte er damals keine davon, die Zukunft sollte dem Möbelbau gehören. Daraus wurde nichts; dafür gestaltet er Weine oder sorgt dafür, dass die Natur es tut.

Das Erbe animierte. Schon als Jugendlicher streifte er durch die Reben und versuchte zu verstehen wie so ein Rebstock eigentlich funktioniert – für sich und innerhalb des Ökosystems. Zu den 2500m² sind mittlerweile eine Menge Erfahrung und quer um den Neusiedlersee verstreute Rebflächen dazugekommen. Von Pamhagen bis Breitenbrunn – von Schotter über Lehm und Kalk bis Schiefer – stellen sie den dezidierten Autodidakten vor immer neue Aufgaben. Denen begegnet er mit der gleichen Energie wie einst der Herausforderung, als Winzer der 1. Generation ohne Traktor und Keller dagestanden zu sein.

Bauchgefühl & Improvisation: Paradigmen die man nicht gelehrt bekommt, begleiten ihn bei seinem Versuch die jeweiligen Weingärten 1:1 in Wein zu übersetzen. Seine Weingärten? Bewirtschaftet er händisch. Er begrünt ausgeprägt, bricht die Monokultur, verwendet natürliche Präparate, verweigert sich der Chemie. Die Erträge sind minimal. Gleichgewicht ist alles. Für die Böden, die Flora & Fauna. Und die Reben: allen voran Blaufränkisch, Pinot, Weißburgunder, Chardonnay oder Traminer – oft alte Stöcke, seit Jahrzehnten Wind und Wetter ausgesetzt.

Um Gleichgewicht geht es auch im Keller. Um Authentizität. Herkunft. Zeit. Oft viel Zeit. Die Gärung startet spontan, ohne Temperaturkontrolle, danach passiert wenig. Es wird nicht gepumpt und ewig nicht geschwefelt; Stil und Sorte bestimmen die Dauer der Fasslagerungen. Weißweine werden kurz (24-48 Stunden), Rotweine oft sehr lange mazeriert. In den Schalen sitzt auch Charakter.

Alles mit dem Ziel strukturierte, lebendige und substantielle Weine in die Flasche zu kriegen, die ungeschminkt seine eigene Handschrift tragen und die Geschichte seiner Weingärten erzählen.

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