Weinstein im Wein – gut oder schlecht?

Rotwein Essen

Der Weinstein – was ist das eigentlich, wo kommt er her?

Jeder kennt ihn. Jeder hatte ihn schon einmal. Aber woher kommt er und was sagt er mir über einen Wein? Richtig, die Rede ist vom ständigen Begleiter des Weinliebhabers. Dem Weinstein.

Zurück in der Zeit. Vor einigen Tagen wurde ich beim Verkosten eines wirklich tollen Syrahs (JG 2009) von nicht zu wenig Weinstein in meinem Glas überrascht. Die ansonsten sehr zuvorkommende Kellnerin hat mir liebenswerterweise tatsächlich das so genannte „letzte Nörgerl“ eingeschenkt. Als ich also mit dem Mund voller Weinstein dasitze, habe ich mir gedacht, dieses Erlebnis zum Anlass zu nehmen und mich etwas intensiver mit der Thematik des Weinsteins auseinanderzusetzen und aufzuklären.

Das wichtigste zuerst: Keine Angst – Weinstein sagt im Normalfall nichts über die Qualität eines Weines aus und verändert diesen auch nicht im Geschmack. Auch heißt es nicht, dass ein Wein fehlerhaft ist.

Der „Weinstein“ sind – einfach erklärt – alle schwerlöslichen Salze aus der Weinsäure. Genaue wissenschaftliche Bezeichnungen erspare ich Dir an dieser Stelle. Diese Salze sind im Wasser schwer löslich und verbleiben deswegen auf den Fasswänden oder eben in den Flaschen oder auf den Korken unserer Lieblingsweine.

Wein kann jedoch auch gegen Weinsteinbildung „stabilisiert“ werden. Hierzu wird der Wein auf knapp über den Gefrierpunkt gekühlt. Eine chemische Reaktion sorgt dafür, dass der Weinstein „ausfällt“, sich also am Boden sammelt. Hochwertige Weine durchlaufen dieses Verfahren jedoch meist nicht. Achte daher darauf, Deinen Wein nicht zu kalt zu lagern um die Bildung von Weinstein zu verhindern.

Sehen wir uns das nächste Mal mit den feinen Kristallen in unseren edlen Tropfen konfrontiert, dann wissen wir, dass uns dies nichts über die Qualität eines Weines erzählt und auch nicht dessen Geschmack verändert, sondern lediglich ein Nebenprodukt der Weinherstellung ist. Möchtest Du trotzdem auf den Weinstein verzichten, empfiehlt es sich, die Weine vorher zu dekantieren.

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