Österreichs DAC Gebiete

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DAC Gebiete in Österreich

Jedem, der sich schon einmal ansatzweise mit Wein beschäftigt hat, ist bestimmt schon einmal die Abkürzung „DAC“ auf einem Weinetikett aufgefallen. Aber was bedeutet DAC eigentlich und was sagt es über die Weine aus, die diese Bezeichnung tragen? Wir haben nicht nur die Weine aus den DAC Gebieten, sondern auch die Antworten auf diese Frage.

Wofür steht DAC eigentlich?

Die Abkürzung DAC steht für „Districtus Austriae Controllatus“. Der Begriff bezieht sich auf die gebietstypischen Qualitätsweine einer Region und ist dementsprechend für sehr viele Weinfreunde ein Indikator für die Qualität eines Weines. Mit der Einführung des DAC-System im Jahr 2002 wollte man für eine Region typische Weine unter eine „Marke“ zusammenfassen.

Natürlich kann nicht jeder Wein unter den Standard „DAC“ fallen. Um ihn mit diesem Namenszusatz verkaufen zu dürfen, müssen die DAC Weine spezielle Eigenschaften des Anbaugebiets und der Region besitzen. Nach einer umfangreichen Überprüfung kann die Auszeichnung für einen Wein verliehen werden. Dafür gibt es vordefinierte Vorschriften, die die Qualitätsweine erfüllen müssen. Die Winzer müssen vor allem folgende DAC Merkmale im Auge behalten: Charakter des Gebietes, Alkoholgehalt des Weines und Start des Handels. In Österreich befinden sich aktuell 13 DAC Gebiete, die in Niederösterreich, der Steiermark, Wien sowie im Burgenland liegen.

Die DAC Gebiete in Österreich im Überblick:

  1. Weinviertel DAC: Das Weinviertel war 2002 die erste Region, die ein DAC Gebiet wurde. Hier dominiert vor allem der pfeffrig-würzige Grüne Veltliner.
  2. Neusiedlersee DAC: In dem pannonischen DAC Gebiet befindet sich eine der beliebtesten Rebsorten Österreichs. Auf 1.812 ha wird der fruchtige Zweigelt angebaut.
  3. Vulkanland Steiermark DAC, Südsteiermark DAC, Weststeiermark DAC: Seit dem Weinjahrgang 2018 hat das grüne Bundesland ein neues Herkunftssystem. Die Gliederung der drei neuen DAC-Regionen bezieht sich auf drei wichtige steirische Weinbaugebiete. Mit dem DAC-System wird auch eine dreistufige Herkunftspyramide etabliert, die sich in Gebietsweine, Ortsweine und Riedenweine gliedert.
  4. Kamptal DAC: In der vulkanischen Region Kamptal dominieren die Weißweine, die über eine dichte Struktur und mineralischen Charakter verfügen.
  5. Leithaberg DAC: Würze, Frucht und Energie – dadurch zeichnen sich Leithaberg DAC Weine aus. Zu den bekanntesten Rebsorten der Region gehören Blaufränkisch, Grüner Veltliner, Pinot Blanc und Chardonnay.
  6. Kremstal DAC: Seit dem Jahr 2007 hat das Gebiet den DAC Titel. Hier kommen vor allem Grüner Veltliner und Riesling vor.
  7. Mittelburgenland DAC: Das Mittelburgenland ist bekannt für seinen „Blaufränkisch“ oder „Kekfrankos“. Das Gebiet besitzt die DAC Bezeichnung seit dem Jahr 2005.
  8. Traisental DAC: Die typischen Rebsorten in dieser Region sind Grüner Veltliner und Riesling.
  9. Wiener Gemischter Satz DAC: Weinproduktion in Wien? Ja, das geht! Die Regel ist, dass der Wein aus einem Wiener Weingarten kommen soll, der aus drei weißen Rebsorten bestehen muss.
  10. Eisenberg DAC: Wenn auf dem Weinetikett Eisenberg DAC assozieren viele sofort mineralische Rotweine. Kein Wunder, ist der Blaufränkisch doch ein Aushängeschild für dieses Gebiet.
  11. Rosalia DAC: Im Vordergrund der angebauten Rebsorten steht der Blaufränkisch. 60% des DAC-Weingebietes ist Blaufränkisch und 40% Zweigelt. Aus dieser Region kommen kräftige Weine, die sowohl fruchtige als auch würzige Noten haben.

Genug über DAC-Gebiete gelernt? Jetzt wird es Zeit auch die dazugehörigen Weine zu probieren! Zwei Favoriten von uns sind zweifelsfrei der Zweigold Neusiedler DAC vom Weingut Goldenits und der Leithaberg DAC Grüner Veltliner vom Weingut Sommer.