Italienische Weinbaugebiete

Italienische Weinbaugebiete Landschaft

Italienische Weinbaugebiete – Alles was Du darüber wissen musst!

Italien gehört zu den Ländern, die großflächig Wein anbauen und in die ganze Welt exportieren. Italienische Weinbaugebiete sind von Südtirol über Mittelitalien bis in die unterste Spitze Siziliens zu finden. Das Klima ist hervorragend und die zahlreichen Sonnenstunden sorgen für die optimale Reife der verschiedensten Rebsorten.

Italienische Weinbaugebiete – Weinbau aus Tradition und historischer Geschichte

Bereits im Römischen Reich war Italien als Weinbauregion bekannt. Schon damals lag die produzierte Menge bereits so hoch, dass Italien sogar die bis zu diesem Zeitpunkt als größte Weinbauern bekannten Griechen einholte und die Weinbauflächen im Land vergrößerte. Anfänglich stand die Quantität der Produktion im Vordergrund, bis in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts eine Veränderung im Denken der Weinbauern stattfand. Heute steht Italien für Qualitätsweine, die von Nord nach Süd auf zahlreichen Weingütern hergestellt werden. Italiens Weine erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit und zählen zu den Spitzenprodukten der mediterranen Anbauregionen.

20 Italienische Weinbaugebiete

Rund 50 Millionen Hektoliter Wein werden jährlich in Italien produziert und gedeihen auf einer Rebfläche von knapp 700.000 Hektar. Die bekanntesten Anbaugebiete sind die Toskana, der Piemont sowie die Lombardei, Trentino/Südtirol und Friaul.

Weinbaugebiet Toskana

Der Weinbau in der Toskana blühte im 10. und 11. Jahrhundert auf und wurde vor allem auf den Hoheitsgebieten der Kirche betrieben. Die gesamte Rebfläche der Toskana beläuft sich auf 58.000 Hektar, auf denen rund 2000 unterschiedliche Rebsorten für Rot- und Weißweine gedeihen. Ideal für den Weinbau in der Toskana ist das milde Klima und die hohe Anzahl der Sonnenstunden,  Der bekannteste toskanische Wein ist der Chianti Classico, der aus mindestens 70% Sangiovese besteht und zu einem Synonym für italienische Genusskultur geworden ist.  Ebenso gehören auch der Brunello, der Vino Nobile di Montepulciano und der Rosso di Montalcino zu den bekanntesten Weinen dieser Region.

Weinbaugebiet Piemont

Im Piemont werden auf einer Rebfläche von 62.000 Hektar jährlich 3 Millionen Hektoliter Wein hergestellt. Durch die klimatischen Bedingungen und die Bodenqualität erzeugen die Winzer im Piemont vorwiegend Rotwein. Zu den bekanntesten Weinen gehört der Barolo, der mit seiner Kraft, Eleganz und Finesse auch international sehr gefragt ist. Darüber hinaus zählen auch der Barbaresco und der Barbera, die beide ebenso wie der Barolo aus der Nebbiolo gekeltert werden, zu den bekannten Weinen der Region. Aber auch leichte und perlende Weine sind im Piemont zu finden. Italienische Weinbaugebiete, die so sonnenverwöhnt wie das Piemont sind, bieten die besten Bedingungen für kräftige, lebendige und fruchtig-aromatische Rotweine wie den Barolo.

Weinbaugebiet Friaul-Julisch Venetien

Die Region Friaul verfügt über eine Anbaufläsche von rund 25.000 Hektar und gilt als eine der besten Weißweingegenden Italiens. Zu den bekanntesten Weinzentren zählen Collio, Colli Orientali del Friuli, Isonzo und Carso, wo besonders hochwertige Weißweine aus den Sorten Chardonnay, Sauvignon Blanc, Pinot Grigio und Pinot Bianco sowie aus der heimischen Sorte Friulano produziert werden. Die Weißweine aus dieser Region sind geprägt von ihrer Eleganz und Frische und sind durch ihren gehaltvollen Charakter als Speisenbegleiter bestens geeignet.

Weinbaugebiet Lombardei

Wenn es um italienische Weinbaugebiete geht, dürfen die Lombardei und Venetien nicht fehlen. Mit 80.000 Hektar Rebfläche gehört die Lombardei zu den größten und ebenfalls zu den ältesten Anbaugebieten Italiens. Die meisten Weingüter befinden sich noch heute in Familienbesitz. Aber auch internationale Konzerne und Genossenschaften haben die Lombardei als Weinbaugebiet für sich entdeckt und erschlossen. Am bekanntesten ist der trockene Soave, der typisch für diese Region und weltweit bekannt ist. In der Lombardei spielen lokale Rebsorten eine übergeordnete Rolle und prägen den Großteil des Weinbaus. Weißweine stehen im Vordergrund, wobei auch einige Rotweine wie helle Bardolinos und Valpolicellis in der Lombardei gedeihen.

Weinbaugebiet Trentino / Südtirol

Südtirol verfügt über rund 34.000 Hektar Rebfläche, wobei Rot- und Weißwein eine gleichermaßen wichtige Rolle spielen. Die Weine der Region entstehen aus unterschiedlichen Rebsorten und sind besonders aromatisch. Zu den bekanntesten Rebsorten in Südtirol/Trentino zählen Riesling, Gewürztraminer, Friulano sowie Cabernet Sauvignon, Merlot, Teroldego und Marzemino. Weinliebhaber finden in dieser Gegend sowohl leichte, spritzige Weißweine als auch fruchtbetone als auch vollmundige Rotweine aus den Sorten Vernatsch und Lagrein. Die Gesamtproduktionsmenge der Gebiete Trentino und Südtirol beläuft sich auf jährlich rund 3,3 Millionen Hektoliter.

Italienische Weinbaugebiete sind durch ihre günstige geographische, geologische und klimatische Lage optimal für den Anbau verschiedener Rebsorten geeignet. Du kannst die regionalen Unterschiede in den Weinen schmecken und eine kulinarische Weinreise durch das wunderbare Weinland Italien unternehmen. Eines ist jedenfalls klar: Um alle Weine italienischer Weinbaubebiete kennenzulernen, braucht es schon ein langes Leben! 😉