Wachauer Weine: Edle Tropfen mit alter Geschichte

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Eine Weinregion mit langer Tradition

Die Geschichte der Wachau ist eine sehr alte und geht zurück bis zum Jahr 470 nach Christi. Die Römer brachten damals das Handwerk der Weinherstellung  in die Region. Später siedelten Klöster aus Bayern mehrere Weingüter in der Wachau an. Viele Namen der noch heute bestehenden Weingüter lassen an diese Zeit erinnern. Auch der Tegernseerhof hat seinen Namen seinen Erbauern – den Mönchen des Kloster Tegernsee – zu verdanken. Nicht zuletzt wegen ihrer alten Geschichte schreibt man Tradition in der Wachau gemeinsam mit Qualität sehr groß.

Ein eigener Qualitätskodex: Vinea Wachau Nobilis Districtus

Die Herkunftsbezeichnung „DAC“ (kurz für Districtus Austriae Controllatus) wird in sehr vielen bedeutenden Weinregionen Österreichs für die dort hergestellten Qualitätsweine verwendet. Die Wachau als eine DER Weinregionen Österreichs hat diese Herkunftsbezeichnung allerdings nicht. Hier gibt es nämlich in gewisser Weise eine eigene Qualitätssicherung. Diese basiert auf dem Codex Wachau. Den Codex befolgen alle Mitglieder der Winzervereinigung Vinea Wachau Nobilis Districtus, die seit 1983 besteht. Dadurch versichern sie, dass sie ihren Weinen keine „fremden“ Trauben aus anderen Gebieten beimischen. Überdies ist den Winzern durch den Codex auch die Aufbesserung der Weine durch Aufzuckern untersagt. Mittlerweile sind um die 200 Weinbauern Teil der Vinea Wachau.

Die drei Aushängeschilder Steinfeder, Federspiel und Smaragd

Die Vinea Wachau entwickelte drei Marken, um Weißweine mit bestimmten Stilen und unter speziellen Qualitätsstandards herzustellen. Und selbst Menschen, die sich nicht zu den Weinassen zählen, haben zumindest einen Namen davon bestimmt schon einmal gehört.

  • Steinfeder: Ihren Namen hat diese Weinkategorie von dem Gras, das in der Wachau auf den felsigen Urgesteinslagen wächst. Steinfedern haben einen maximalen Alkoholgehalt von 11,5Vol. %und sind deshalb die leichtesten aller Wachauer Qualitätsweine. Steinfeder-Weine sind leichte, fruchtige Tropfen, die sich hervorragend als Aperitif- und Sommerweine machen. Außerdem passen sie sehr gut zu leichten Vorspeisen.
  • Federspiel: Dieser Begriff kommt ursprünglich aus der Falknerei, die in der Wachau lange Zeit sehr beliebt war. Federspiel beschreibt eigentlich ein Werkzeug, mit dem Greifvögel gezähmt werden. Federspiel-Weine stellen die perfekte goldene Mitte dar. Sie vereinen nämlich die Leichtigkeit der Steinfedern sehr gut mit der Fruchtigkeit der Smaragd-Weine. Diese Weine weisen einen Alkoholgehalt von 11,5Vol.%bis 12,5Vol.% auf. Federspiele wie unser Grüner Veltliner Ried Mühlpoint Federspiel 2017  sind jedenfalls wahre Allrounder unter den Speisenbegleitern.
  • Smaragd: Die letzte Weinkategorie hat ihren Namen aufgrund der Wachauer Smaragdeidechsen. Die kleinen Tiere findet man häufig an Sonnentagen auf den Steinmauern der Wachau. Smaragd-Weine haben einen Alkoholgehalt von mind. 12,5Vol.% und sind dementsprechend die schwersten aller Wachauer Weine. Aufgrund ihrer Komplexität passen Smaragde wie der Grüne Veltliner Bergdistel Smaragd 2016 auch sehr gut zu ebenso komplexen Gerichten.