Weigut Bayer-Erbhof

Leithaberg / Donnerskirchen

Über das Weingut

Ein leichtes Erbe

Wie gut die Generationenfolge am Bayer-Erbhof funktioniert, lässt sich bei einem gemeinsamen Gespräch mit Josef Bayer Sen. und Josef Bayer Jun. recht gut ermessen: Keiner fällt dem anderen ins Wort, man spielt sich die Bälle zu, ergänzt einander, der Vater ein wenig knorriger, der Sohn ein bisschen marketingorientierter, beide charmant und selbstsicher. Wenn die Bayer-Josefs ihren Wein auch nur ansatzweise so harmonisch herstellen, darf man sich die Arbeit hier, in einem uralten Doppel-Streckhof an der Donnerskirchner Hauptstraße, ausgesprochen angenehm vorstellen. Wie lange die Generationen hier schon aufeinander folgen, erfährt man bei einem kleinen Rundgang über den Hof und bis zu dessen Rückseite, wo Reste der alten Türkenmauer von Donnerskirchen stehen. Eine Plakette zeigt einen Stich von 1651, der Bayer-Hof darauf klar erkennbar. Neben und hinter den Mauerresten bauen Bayers ihren Wein an, Josef Jun. führt durch eine junge Chardonnay-Anlage und erklärt, wie er sich einen Weingarten vorstellt: Üppige Begrünung zwischen den Rebzeilen, konsequente Ertragsreduktion, blitzsaubere Stöcke: „Das ist ein bisschen mein Vorzeigeweingarten.“ Seine Vorzeigeweine sehen so aus: körperreich, kräftig, trotzdem knackig, konsequent am Terroir entlang gekeltert; auch das ganz im Sinne des Vaters, der schon vor fünfzehn Jahren gemeinsam mit einer Handvoll Kollegen aus der Region die heute weithin gefeierte Leithaberg-Stilistik entwickelt hat, durchaus auch als Gegenpol zum damals um sich greifenden Trend international angehauchter Weinen made in Österreich. Die Koexistenz der örtlichen Winzerschaft fällt überhaupt branchenuntypisch kollegial aus, mit den Weingütern Liegenfeld, Neumayer und Sommer (übrigens profil-Gebietssieger bei den roten Leithaberg-Weinen) bilden Bayers das sogenannte „Weinquartett Donnerskirchen“. Bayer: „Ich möchte das nicht mehr missen. Diese Freundschaft, dieses Vertrauen unter Kollegen.“ Harmonie, wohin man blickt. Und wenn man ganz genau hinschaut, sieht man ein leichtes Lächeln im Jungwinzergesicht. Man darf sich Josef Bayer als glücklichen Weinbauern vorstellen.

 

Das Weinbaugebiet:

Kaum ein anderes österreichisches Weinbaugebiet verfügt über eine derartige Sortenvielfalt wie die Gegend am Westufer des Neusiedlersees, konkret die politischen Bezirke Eisenstadt und Umgebung sowie die Gemeinden Jois und Winden. Auf den von Kalk und Schiefer geprägten Böden an den Südosthängen des Leithagebirges werden Pinot Blanc, Chardonnay, Neuburger und Grüner Veltliner sowie Blaufränkisch als gebietstypische Weine produziert, wobei eine kräftige, mineralisch-würzige Stilistik dominiert.

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