BIO Weingut Zöller

Österreich

Kremstal / Dross

Über das Weingut

Wer wissen will, was passiert, wenn ein Salzburger beschließt, die Alpen zu verlassen, um stattdessen in Niederösterreich Wein anzubauen, sollte nach Dross aufbrechen. Das liegt ein paar Hügel hinter Krems und ist die neue Heimat von Alexander Zöller. Der BOKU-Absolvent setzte 2005 seine ganzen Ersparnisse auf 16 ar Weingärten, 2006 kamen weitere 1,5 Hektar hinzu (70 Jahre alte Veltliner-Stöcke, die er heute zum Veredeln verwendet) und 2007 war er bereits stolzer Besitzer von 3,2 Hektar plus einem alter Gewölbekeller samt Baumpresse und alten Holzfässern.

Der Anfang war alles andere als einfach. Sein zügelloser Enthusiasmus traf auf meteorlogische Realitäten, die man eher mit Salzburg als mit Dross in Verbindung bringen würde. Hagel (2007) und Dauerregen (2008) ließen ihn zwar nicht kalt, brachten ihn jedoch nicht von seinem Plan ab, aus seinen Lagen Weine zu keltern, in denen man den Glimmerschiefer & den Schotter, die Kühle & die Sonne, die Steilheit & die Vitalität seiner Lagen herausschmecken sollte.

Dabei setzte er von der ersten Sekunde weg konsequent auf biologische Bewirtschaftung. Sukzessive verwandelten sich seine Weingärten in resistente und blühende Landschaften, in denen Veltliner – wie könnte es im Kremstal anders sein – den Ton angibt. Riesling und Roter Veltliner ergänzen das weiße Spektrum, Zweigelt komplettiert in Rot. Und weil die Sorten aus einer Menge unterschiedlicher Parzellen und Böden stammen und Alex Unterschiede schätzt, baut er sie fast durchwegs separat aus.

In seinem heute auf sieben Hektar angewachsenen Weingut – mit modernerem Keller und pneumatischer Presse – keltert er daraus rekordverdächtige 16 Weine.

Leichte und fruchtige Versionen finden sich darin genauso wie hochindividuelle und mineralische Varianten und diverse Experimente, die das Potenzial seiner Lagen und Sorten zusätzlich ausloten. Gemein ist ihnen allen eine bedachte, bewusste und langsame Vinifizierung, die nichts beschönigen, vielmehr den Jahrgang analog in die Flasche bringen soll. Ecken & Kanten, meint Alexander Zöller, sind dabei durchaus erwünscht.

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