Weingut Mathias Schödl

Österreich

Weinviertel / Loidesthal

Über das Weingut

Dass sich innovative Projekte mit klassischen Familienstrukturen bestens vertragen, ist zwar nicht die Regel, doch spricht ja nichts gegen die Ausnahme. Dafür muss man nach Loidesthal, ins „Herz des östlichen Weinviertels“ (Mathias S.) schauen, wo die beiden Brüder Mathias und Leonhard mit ihrem Vater Herbert gemeinsame Sache machen, um die Region sukzessive ins Blickfeld der österreichischen Weinszene zu rücken.

Die intensive Kollaboration beruht auf einer Menge an kollektivem Wissen. Herbert Schödl unterrichtet in Klosterneuburg Kellerwirtschaft, Mathias ist Absolvent der Universität für Bodenkultur und bei Leonhard fehlt auch nicht mehr viel. Seit die drei im Kollektiv agieren, hat sich rund um ihr Weingut einiges getan. So hat man die Weingärten auf 10 Hektar ausgedehnt und dabei versucht, die besten Lagen rund um Loidesthal zu erwerben.

Denn auch wenn sie sich nicht vom Gedanken des DACs verabschieden wollen, haben sie doch beschlossen, die Forcierung der Einzellagen in den Mittelpunkt ihrer Anstrengungen zu rücken. Vor allem das Blumenthal und die Kreuten sind Rieden, in denen seit kurzem immer spezifischere und originellere Weine entstehen. Ist erstere vor allem aufgrund ihre Steilheit und Kessellage spannend, sind es in der Kreuten die alten Rebstöcke und die kühlen, lehmigen Böden, die eigenständige Vinifizierungen nahelegen. Damit die natürlichen Voraussetzungen auch adäquat eingefangen werden können, tragen sich die Schödls mit dem Gedanken, in näherer Zukunft auf biologischen Umbau umzustellen. Und weil man ungern etwas dem Zufall überlässt, hat Mathias in biologisch und biodynamisch arbeitenden Weingütern praktiziert.

Trotz der kollektiven Herangehensweise, bleibt auch Platz für individuelle Entfaltung. So drückt sich Herberts große Leidenschaft für die Champagne in einem – nach der Methode traditionelle gekelterten – Blauburgundersekt aus, während Mathias keinen Hehl aus seiner Leidenschaft für kräftige und dichte Rotweine macht. Im Mittelpunkt der Anstrengungen steht freilich der Veltliner. Den gibt es in einer Bandbreite, die das ganze Potenzial der Rebsorte aufzeigt – von leicht und lebendig bis opulent und würzig. Und es steht zu vermuten, dass das erst der Anfang ist. Wohin die Reise wirklich geht, wird die Zukunft weisen.

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