Elisabeth, Weingut Rücker

Österreich

Weinviertel / Unterretzbach

Über das Weingut

Im Weinbau, der so sehr mit der Natur verbunden ist, lassen sich die Zusammenhänge der 5Elemente besonders anschaulich darstellen. Mir geht es bei meiner Arbeit genau darum – dem Verständnis für die Erhaltung des natürlichen Gleichgewichts und dem ständigen Dialog mit der Natur, welche die Bedingungen für den Weinbau vorgibt – so Elisabeth.

Elisabeth Rücker wirkt gleich an zwei Fronten, die sich immerhin beide in Unterretzbach und um genau zu sein, sogar am gleichen Weingut befinden. Sie keltert teilverantwortlich die gut und gerne 20 Weine im elterlichen Betrieb und betreut vollverantwortlich das Oktett ihrer eigenen Linie, die sie unmissverständlich ELISABETH getauft hat. Das hat nichts mit Eitelkeit zu tun, umso mehr dafür mit tagtäglicher Identifikation, die sie mit ihren Weingärten und Rebstöcke verbindet.

Die befinden sich übrigens teils in Unterretzbach teils in Pillersdorf im Weinviertel, jedenfalls immer nur einen Katzensprung von der tschechischen Grenze entfernt – viel nördlicher geht es in Österreich nicht, wobei man Norden nicht immer gleich mit Unwirtlichkeit & Kälte gleichsetzen sollte. Im Gegenteil. Wenn in der Wachau die Donau mal wieder für Land unter sorgt, fallen auf der Halblehen, Elisabeths große Veltlinerlage meistens gerade mal ein paar Regentropfen.

Von ihren Hängen keltert sie in der Zwischenzeit vier Veltliner, die die Unterschiedlichkeit ihrer natürlichen Voraussetzungen möglichst detailliert einfangen sollen. Vom Primary Rock und dem Veltliner von den Inneren Bergen, zwei Junganlagen, versucht sie dabei eher die fruchtigen Nuancen einzufangen, während die alten Rebstöcke – 40 Jahre und mehr – der 3 Lagen und des GV Sole die würzigeren und komplexeren Aromen der Sorte einfangen soll. Allen gemein ist eine akribische Pflege. Ein sukzessiver Humusaufbau zwecks Nährstoffversorgung und Wasserakkumulation hat oberste Priorität – letztlich können nur gut versorgte Reben die physiologische Reife erreichen, die Elisabeth für alle ihre Weine haben will.

Dazu gehört auch ein Chardonnay (eine ihrer Lieblingssorten), ein Riesling und zwei Rotweine, wobei der Zweigelt, die lokale Variante darstellt und der Aurora, der internationalen Weinwelt Tribut zollt und paritätisch Cabernet, Merlot & Pinot Noir in sich vereint. Ausgebaut werden beide in Holzfässern, wobei Elisabeth eine Präferenz für 500 Liter Fässer hat. Eine ähnliches Gebinde nutzt sie auch für den Veltliner Sole, der spontan vergoren und lange auf der Hefe verweilend, zeigt wohin die Reise in Zukunft hingehen könnte. Ansonsten sind es im Moment noch Edelstahltanks, die vor allem die fruchtigen und frischen Seiten ihrer Weine betonen.

Probieren kann man die übrigens jederzeit nach Voranmeldung, oder aber besser noch, indem man sich im Gästehaus der Familie Rücker einmietet. Das geht auf das Jahr 1850 zurück und war das, was man einst ein Herrenhaus nannte. Angesichts von knapp 30 Weinen, die es zu probieren gilt, sollte man letztere Variante unbedingt in Betracht ziehen.

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